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krank

Ich fühle mich richtig krank. Wie ein Kind, das 5 Stunden an einem eiskalten Bahnhof auf einen verspäteten Zug warten musste und jetzt endlich von der schützenden Wärme des Autos seines Vaters umschlossen wird, der ihn abholen gefahren ist. Ich fühle mich kalt und zittrig, weinerlich und hilflos. Ich wünschte man würde mich in eine dicke Decke wickeln, mir eine Wärmflasche machen, meine tropfenden und vor Kälte klammen Klamotten sehen und sie über eine Heizung hängen. Dann wünschte ich mir, man würde mir einen warmen Kakao mit Sahne geben, sich an mein Bett setzen und mich dabei begleiten, wie es langsam wieder besser wird. Leider waren die fünf Stunden zwei Jahre. Kälte kam auch häufig in ihnen vor aber sie war bei weitem nicht das Schlimmste der Dinge, die passiert sind. Leider holt mich auch niemand ab, manche Menschen stehen mir bei, aber den Weg ins Warme musste ich alleine finden und den weiteren Weg auch. Und ein ganz schwieriger Punkt sind die Klamotten. Die zweite Haut, die sich in diesen zwei Jahren über meine gelegt hat. Niemand sieht sie und nimmt ihr ihr Grauen. Niemand kann mir helfen, sie abzubekommen, sie klebt an mir und zieht mich immer wieder in ihre Zeit zurück. Wenn sie nur endlich jemand sehen wollen würde, wenn ich nur endlich jemandem erzählen könnte aus welchen Fäden sie gestrickt ist.

12.1.12 17:22
 


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